1943 ließen die nationalsozialistischen Machthaber in der kleinen Ortschaft Farge bei Bremen den größten deutschen Hochbunker errichten. Zu einem Zeitpunkt, als der U-Boot-Krieg militärisch schon verloren war, entstand mit dem Bunker Valentin ein Bauwerk von gewaltigen Dimensionen: Auf mehr als vierhundert Metern Länge ragen die Mauern aus Stahl und Beton dreißig Meter hoch auf, geplant für die Ewigkeit. In seinem Innern sollten nach fortschrittlichsten industriellen Methoden alle zwei Tage ein Unterseeboot gefertigt werden doch schon als die Fundamente der Fabrik gelegt wurden, kam ihr keine strategische Bedeutung mehr zu. Dennoch wurde der Bunker mit größtmöglichem technischen Aufwand und ohne jegliche Rücksicht auf Menschenleben in die Höhe gezogen. Bis zu 4000 Menschen, größtenteils Insassen aus Zwangsarbeiter- und Konzentrationslagern, starben im Umfeld der Baustelle bis am 27. März 1945 alliierte Kampfbomber das nahezu fertiggestellte Bauwerk an seinen schwächsten Stellen bombardierten und unbrauchbar machten.
Das CD-ROM-Projekt "Fabrik für die Ewigkeit Der U-Boot-Bunker in Bremen-Farge" will mit Texten und Bildern sachliche Informationen zum Gesamtkomplex "Bunker-Farge" bieten, und damit zur Demystifizierung des Bauwerks beitragen. Insbesondere kann der Bunker nicht als isoliertes Objekt betrachtet werden die ideologischen Aspekte der Architektur sind ebenso ein Teil seiner erschreckenden Geschichte wie die Opfer der heutzutage fast verschwundenen Spuren, der Zwangslager.
Die CD-ROM vereint über 100 historische und aktuelle Aufnahmen darunter bisher unveröffentlichtes Material , Pläne und Karten mit Texten von Autoren wie Nils Aschenbeck und Hartmut Roder. Die aktuellen Aufnahmen von Rüdiger Lubricht bieten einen anderweitig nicht verfügbaren Überblick über den Bunker, die Lager und die Friedhöfe.
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